Das Web 2.0 eröffnet uns eine schier unendliche Anzahl an Möglichkeiten. Sei es der Kontakt mit Bekannten/Freunden via Facebook, das Nachrichten lesen auf verschiedenen Portalen oder das Videos ansehen auf YouTube & Co. Alles ist in nur wenigen Sekunden mit ein paar simplen Klicks abrufbar und auch gleich so aufbereitet wie wir es brauchen. Dabei werden wir immer fauler, denn warum etwas in einem Lexikon aus dem Regal suchen wenn man es ebenso bei Wikipedia suchen kann und dabei gleich Referenzen zu ähnlichen Themen erhält ohne groß Arbeit zu investieren. Die Informationen sind aktueller, vollständiger und schön verpackt so dass sich jeder sofort zurechtfindet.
So kann man sich jederzeit über jedes Thema erkundigen ohne sich durch ein halbes Dutzend Bücher kämpfen zu müssen bis man die gesuchten Daten findet. Das man dabei aber ebenfalls extrem viel unnützes Wissen auffasst ist selbstverständlich, schließlich ist es reizvoll mal eben auf einen Link zu drücken um sich auch gleich über ein ähnliches Thema zu informieren. Und dann klickt man sich weiter und weiter und liest auf einmal etwas über eine chinesische Widerstandsgruppe, obwohl man eigentlich nur mal eben etwas über einen neuen Hollywood Blockbuster googlen wollte.
Die Zeit bekommt eine völlig neue Bedeutung in unserer Gesellschaft, wie wir diese nutzen und mit ihr umgehen. Statt jemand zu besuchen oder auf einen Kaffee zu gehen, schreibt man heutzutage lieber über Facebook, Skype & Co denn so kann man schließlich nebenbei noch seine Lieblingsserie sehen und parallel auch gleich mit vier anderen Leuten schreiben. Geburtstagswünsche werden neuerdings lieber auf die Facebook-Pinnwand gepostet anstatt jemanden persönlich zu gratulieren.
Denn so kann man auch Leuten, welche einem im Prinzip egal sind, gratulieren ohne sich wirklich mit ihnen auseinandersetzen zu müssen. Schließlich soll die Person ja nicht gekränkt sein wenn man Ihr nicht gratuliert, aber persönlich mit dieser sprechen will man dann auch nicht, da kommt einem die Gelegenheit via Facebook zu gratulieren sehr gelegen.
Denkt mal darüber nach und überlegt euch ob ihr jemanden einfach ein „Alles Gute“ auf die Pinnwand schreibt oder zumindest anruft. Denn anrufen ist im Vergleich zum schreiben immer noch um einiges persönlicher. Schließlich zählt nicht nur was wir sagen, sondern ebenso wichtig ist es, wie wir etwas sagen!
In diesem Sinne,
serwersen!



