Etwas über ein Jahr ist nun schon vergangen und wer erinnert sich noch an die Katastrophe? Wer weiß denn noch welches Ereignis am 20.April das „Einjährige“ hatte? Einen Tipp kann ich geben, es hatte mit einer ziemlich exorbitanten Menge Öl zu tun.
Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, dass wissen wir ja bereits, aber wie wirkt es sich auf uns aus? Natürlich haben wir dank dem Internet, Smartphones, etc. immer und überall zugriff auf die neuesten Nachrichten rund um die Welt, aber wie lange beschäftigen wir uns im Endeffekt damit? Wir lassen uns täglich berieseln und bemerken gar nicht wie kurz unsere Aufmerksamkeitsspanne geworden ist.
Lediglich echte Sensationsmeldung schaffen es noch uns über mehrere Tage/Wochen/Monate im Kopf zu bleiben und uns zum Nachdenken anzuregen.
„Atomkatastrophe in Japan“
„Ölpest im Golf von Mexiko“
„Revolution in Ägypten“
„Erdbeben in Haiti“
uvm.
Alles Themen welche über Wochen die Zeitungen, Nachrichtensendungen und allgemein die Medienwelt dominierten. Derzeit quasi das beste Beispiel, die Revolution in Ägypten, gerade einmal wenige Monate her und schon wieder von den meisten vergessen. Dabei war der Sturz Mubaraks doch lediglich der Anfang. Während in Kairo immer noch der Militärrat das Sagen hat und es noch keine Spur von Besserung gibt, dreht sich die ganze Welt bereits weg und hält das Thema für offiziell beendet und glaubt in Ägypten herrsche nun Wohlstand, Gerechtigkeit und Freiheit.
Die traurige Wahrheit ist, die Menschen wollen es gar nicht wissen, wieso denn auch? Schließlich passiert am anderen Ende der Welt gerade etwas viel interessanteres. Genauso wenig wollen sie etwas darüber lesen wie es eigentlich im Golf von Mexiko aussieht, denn sie lassen sich perfekt von den Medien kontrollieren. Kaum wird ein Thema weniger bzw. gar nicht mehr behandelt verlieren die Leute auch das Interesse daran. Schließlich redet ja keiner mehr darüber, warum sollte ich mich erkundigen was sich dort mittlerweile getan hat? Kaum jemand macht sich noch die Mühe selbst zu recherchieren wie sich die Lage entwickelt.
Aber Hauptsache wir kleben uns tolle „Anti-Atomkraft“-Aufkleber aufs Auto. Auf einmal, von einem Tag auf den anderen realisieren die Menschen, dass AKWs ja auch negative Seiten haben bzw. zu unmenschlichen Katastrophen führen können. Wie viele Atomexperten und Aktivisten auf einmal herum laufen. Man kann es kaum glauben wie schlimm diese Flut an „pseudo interessierten Kurzzeit-Aktivisten“ eigentlich ist aber wer schimpft denn heutzutage noch über BP?
Denkt mal darüber nach und überlegt wie ihr selbst mit den verschiedenen Medienthemen umgegangen seit. Aber bitte bald, denn wer weiß wo übermorgen nicht bereits der nächste Krieg, die nächste Umweltkatastrophe oder ähnliches vom Zaun bricht.
Serwersen



